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Preise von Klinkern

Bei der Wahl eines passenden Klinkersteines spielen unterschiedliche Faktoren eine wichtige Rolle – an allererster Stelle stehen hier natürlich solche Dinge wie Farbe des Steines, Klinkerformat, Herstellungsverfahren und nicht zuletzt die Oberfläche. Mit all diesen Kriterien wird die Optik des Klinkers und damit der gesamten Immobilienfassade entscheidend geprägt und entsprechend groß ist die Bedeutung bei der Auswahl des Klinkers. Neben der Optik spielt aber auch der Preis für die meisten Bauherren eine wichtige Rolle -gibt es hier doch ein breites Spektrum, angefangen bei Klinkern, die unter 30€ / qm kosten bis hin zu Modellen, die mit über 250€ pro Quadratmeter zu Buche schlagen. Wie sich Preise von Klinkern zusammensetzen, wird in diesem Beitrag erläutert.

Klinker ist nicht gleich Klinker

Häufig sind Kunden über teilweise großen Preisspannen bei Klinkersteinen verwundert – denn auf den ersten Blick ist ein günstiger Klinker einem teuren Klinkerstein ja sehr ähnlich. Diese vermeintliche Ähnlichkeit ist aber eben nur auf den ersten Blick so, wenn an sich die Klinkersteine im Detail anschaut, erkennt man schnell, dass es vielfältige Unterschiede im Detail zwischen den einzelnen Klinkersteinen gibt, die sich dann letztendlich auch im Preis eines Klinkers niederschlagen.

Günstiger oder teurer Klinkerstein – alle werden streng nach DIN produziert

Ganz unabhängig vom endgültigen Preis ist allen Klinker aus unserem Sortiment gemein, dass sie die nach der DIN EN 771-1 produziert werden. Diese DIN regelt unter anderem die Festigkeit und Wasseraufnahme der Verblender und ist somit Garant für eine gute Qualität und lange Lebensdauer.

Diese Faktoren beeinflussen die Klinkerpreise

Werden alle Klinkersteine zwar nach DIN produziert gibt es trotzdem eine Reihe von Parametern, die den späteren Preis maßgeblich beeinflussen. Angefangen von der Wahl des Material über die Herstellungsverfahren und Chargengrößen bis hin zur Nachbehandlung unterscheiden sich alle Klinker voneinander und das resultiert dann in Klinker zum Preis von unter 30€/qm bis hin zu sehr exklusiven Steinen, die über 250€ pro Quadratmeter kosten.

Material – Ton ist nicht gleich Ton

Die meisten Ziegel bestehen zum Großteil aus gebranntem Ton. Wird hier lokaler oder regionaler Ton als Ausgangsstoff verwendet, der in bestem Fall in großen Mengen verfügbar ist, ist das häufig eine Grundlage für einen günstigen Klinkerpreis. Wird dahingegen seltener Ton genutzt (bspw. um eine bestimmte Farbe zu erzielen) und muss dieser über größere Distanzen transportiert werden, so erhöht das die Klinkerpreise zum Teil schon signifikant. Neben Klinkersteinen aus Ton gibt es auch Steine aus Kalksand oder Beton - auch hier werden die Preise von Klinkern entsprechend bei der Materialauswahl mit beeinflusst.

Die Farbe – rote Klinker sind in der Regel günstiger

Eng zusammen mit der Wahl des Materials hängt auch die spätere Farbe eines Klinkersteines. Die am häufigsten vorkommende Tonerde für die Klinkerproduktion ist nach dem Brennprozess rot, so dass rote Klinkersteine in der Regel günstiger sind als bspw. Klinker in Anthrazit, weil die dafür passenden Tonsorten nicht so häufig sind daher zu entsprechend höheren Materialpreisen führen. Zudem führt die Verwendung von selteneren Tonerden oftmals zu erhöhten Transportkosten gegenüber der verbreiteten roten Tonerde. Alternativ gibt es für einige Klinkerfarben die Option, diese durch eine sogenannte Engobierung zu erreichen. Dabei wird auf den Rohling die Engobe aufgebracht, die im folgenden Brennvorgang mit dem Klinker verbacken wird und dann im Resultat die gewünschte Farbgebung bietet. Auch dieser Schritt führt zu einem erhöhten Klinkerpreis (verglichen zu einem nicht engobierten Klinker). Im unteren Teil wird auf die Engobierung als Teil der Oberflächenbehandlung noch einmal näher eingegangen.

Herstellungsverfahren – Ringofenklinker sind besonders aufwändig

Die Herstellungsverfahren sind der zweite, große Faktor, die einen Klinkerpreis beeinflussen. In einigen Herstellungsverfahren, wie bspw. dem Strangpressverfahren, können hochautomatisiert und effizient große Stückzahlen produziert werden, während in einem traditionellen Ringofenverfahren nicht nur die Stückzahlen geringer sind, sondern gleichzeitig wesentlich mehr Handarbeit notwendig ist. Daher sind bspw. Ringofenklinker im Vergleich zu Strangpressklinkern oder Handformklinkern tendenziell immer etwas höher im Preis, weil hier die einfließende Handarbeit auch monetär gewürdigt wird.

Klinkerformate - Seltene Formate oftmals etwas teurer

Auch die Formate haben Einfluss auf den Preis von Klinkersteinen. Insbesondere die seltener anzutreffenden Dünnformat-Klinker und Klinkersteine im Zweifachen Dünnnformat liegen preislich häufig über den in Deutschland sehr gängigen Verblendern im Normalformat und Waaldickformat - ein Format, das in Belgien und den Niederlanden große Verbreitung gefunden hat. Die spezifischen Eigenschaften des Modulformats bedingen hier ebenfalls bei einigen Modellen etwas höhere Preise.

Chargengrößen – kleine Chargen bedeuten Exklusivität und höhere Preise

Im Zuge des Herstellungsverfahrens wird normalerweise auch eine Chargengröße festgelegt und diese hat ebenso großen Einfluss auf den Klinkerpreis. Je nach Klinkerhersteller unterscheiden sich auch die Stückzahlen, die im Rahmen eines Brennprozesses produziert werden, wobei gewisse Basiskosten pro Brennvorgang nahezu konstant sind. Werden diese Fixkosten auf die einzelnen Klinker umgeschlagen, ist der Preis eines Klinkers aus einer kleinen Charge immer etwas höher als bei sehr großen Chargen.

Oberflächenbehandlung nach dem Brennen - bspw. Engoben können den Klinkerpreis erhöhen

Der letzte Schritt in der Klinkerproduktion ist die Oberflächenbehandlung, welche ebenfalls den endgültigen Preis eines Klinkers beeinflusst. Während eine Strukturierung oder eine besandete Oberfläche nur einen limitierten Einfluss auf den Preis hat, bedeutet eien engobierte Klinkeroberfläche in der Regel einen Aufpreis. Durch die Engobe wird die Klinkerfarbe festgelegt - für die meisten Verblender ist rotbrennender Ton das Ausgangsmaterial. Wünscht man sich aber bspw. einen anthrazitfarbenen Klinker, wird eine entsprechende Engobe vor dem Brennen auf den Klinker-Rohling aufgebracht und beim Brennvorgang entsteht die gewünschte Farbe, indem  die Engobe untrennbar mit dem Rohling verbacken wird. 

Lieferkosten zur Baustelle beeinflussen den Gesamtpreis der Klinkersteine

Auch wenn die Lieferkosten nicht zum eigentlichen Klinkerpreis zählen, spielen diese für den Gesamtpreis, den ein Bauherr für den gewünschten Klinker bezahlen muss, natürlich eine Rolle. Für den späteren Gesamtpreis des Klinkersteines bzw. die Lieferkosten sind daher Standort des Klinker-Herstellers und ebenso die bestellte Menge eine wichtige Rolle. Je weiter ein Klinkerhersteller von der Baustelle entfernt ist, desto höher sind in der Regel die Lieferkosten. Gleiches gilt für die Menge: Je geringer die bestellte Anzahl an Klinkersteinen ist, desto höher ist der Anteil der Lieferkosten am Quadratmeterpreis. 

Preis für die gesamte Klinkerfassade - weitere Faktoren berücksichtigen

Möchte man sich einen Überblick über den Gesamtpreis einer Klinkerfassade verschaffen, sind neben den Preisen für die Klinkersteine und die Lieferung weitere Faktoren zu berücksichtigen: Das Fugenmaterial und der Mörtel, zu verbauende Maueranker sowie die Lohnkosten (die wiederum stark vom gewählten Mauerwerksverband beeinflusst werden) kommen zu den reinen Kosten für die Klinkersteine hinzu. Detaillierte Informationen bietet der Beitrag Kosten einer Klinkerfassade.

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